You are currently viewing Furca Vò

Furca Vò

Aragona – ein Diamant, dessen Glanz wieder zur Geltung kommen soll

Aragona: Historisches Erbe und Blick in die Zukunft

Sizilien, die größte Insel im Mittelmeer, ist nicht nur für ihre atemberaubende Landschaft, ihre kulinarischen Spezialitäten und ihre reiche Geschichte bekannt, sondern auch für ihre bedeutende Rolle in der Welt des Schwefel-Exports. Inmitten dieses historischen Erbes liegt Aragona, ein charmantes Dorf in der Provinz Agrigent, welches in der Vergangenheit eine entscheidende Rolle in der Schwefelproduktion spielte, jedoch in der jüngeren Geschichte ein eher verträumtes Dasein führte.

2022 erfolgte in der Kommunalbibliothek, unter anderem unter der Schirmherrschaft der Pro Loco und der Gemeinde Aragona, der Startschuss für die Sanierung des Altstadtviertels „Furca Vò“ im Rahmen des Projektes Revitapolis – Wiederbelebung italienischer Orte, um diesem neuen Glanz zu verleihen. Bei der Sanierung werden selbstverständlich auch öffentliche Mittel der Region, des Landes und der EU beantragt werden. Darüber hinaus sollen sich private Investoren aus Aragona sowie aus dem In- und Ausland an dem Projekt beteiligen.

Die Geschichte von Aragona

Die Geschichte von Aragona ist eng mit dem Schwefel verbunden, einem Mineral, das in Sizilien in großen Mengen vorkommt. Bereits in der Antike wurde Schwefel auf der Insel abgebaut und für verschiedene Zwecke genutzt. Doch der Höhepunkt der Schwefelindustrie in Aragona begann im 19. Jahrhundert und dauerte bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts an. Die Minenarbeiter wohnten im Altstadtviertel Furca Vò, welches sich an der Straße „Via Baldassare Naselli“, nahe der Kirche Chiesa Madre befindet. Von dort gelangten damals die Minenarbeiter direkt zu den Minen in der Contrada Mintini, in denen sie den Schwefel abbauten. Das Viertel Furca Vò kann als erste Siedlung des Ortes Aragona bezeichnet werden, auch wenn es im Umkreis einige Zeugnisse von Besiedlungen in prähistorischer Zeit und in der Antike gibt. Der Ort Aragona selbst wurde erst später, im Jahr 1606 gegründet. Die Mine Taccia-Caci gehörte der Familie Pirandello. Der Literatur-Nobelpreisträger Luigi Pirandello verbrachte viel Zeit in Aragona, wo er sich die Inspiration für seine Werke holte. Heute ist die Mine der Familie Pirandello ein etwa 133.000 m² großes Freilichtmuseum.

Schwefelabbau und Bedeutung des Schwefel-Exports

In Aragona wurden Schwefelvorkommen in Bergwerken abgebaut. Die Region war ein wichtiger Standort für die Verarbeitung dieses Minerals. Schwefel wurde geschmolzen, gereinigt und in verschiedene Formen gebracht, um ihn für den Export vorzubereiten. Die Arbeit in den Schwefelminen war oft schwer und gefährlich. Die Menschen von Aragona waren bekannt für ihre Fähigkeiten im Umgang mit diesem anspruchsvollen Rohstoff. Der Schwefelabbau aus Aragona hatte nicht nur lokale, sondern auch internationale Bedeutung. Schwefel wurde in verschiedenen Industrien weltweit benötigt, insbesondere in der chemischen und pharmazeutischen Produktion. Die Qualität des Schwefels aus Aragona war hoch angesehen, so dass er selbst in die entferntesten Ecken der Welt verschifft wurde.

Das Erbe bewahren

Obwohl es die Schwefelindustrie in Aragona heute nicht mehr gibt, ist das Erbe dieser Zeit noch immer präsent. Historische Gebäude, Bergwerke und Objekte aus der Zeit erinnern an die Ära des Schwefelabbaus und -exports. Besucher können das Freilichtmuseum „Parco Minerario delle Zolfare Taccia-Caci Pirandello“ besuchen und dabei in die faszinierende Geschichte eintauchen und die harte Arbeit und Hingabe der Menschen von Aragona würdigen. Ziel des Projektes Furca Vò ist es auch, im Zusammenspiel mit dem Freilichtmuseum das Erbe Aragonas zu bewahren.

Ein Ort des Wandels

Aragona hat sich seit der Zeit des Schwefelexports stark verändert. Heute ist es nicht nur ein Ort mit historischer Bedeutung, sondern auch ein Ziel für Reisende, die die Schönheit und Kultur Siziliens erleben möchten. Die malerische Altstadt, die köstliche sizilianische Küche und die herzliche Gastfreundschaft der Einheimischen machen Aragona zu einem attraktiven Reiseziel. Es gibt eine sehr gute Infrastruktur: Ein Busunternehmen, Geschäfte für den täglichen Bedarf, Apotheken, Handwerker und Ärzte stehen zu Verfügung. Außerdem liegt Aragona auch in der Nähe von zwei Krankenhäusern, die mit dem Auto schnell erreichbar sind. Daneben gibt es direkt im Ort eine Notfallerstversorgung. Die Provinzhauptstadt Agrigent mit seinem beeindruckenden Tempeltal ist nur 10 Fahrminuten entfernt. In gut 20 Minuten gelangt man sowohl ans Meer, das zum Schwimmen einlädt, als auch in die Berge, die sich für ausgedehnte Wanderungen anbieten. Aragona gilt auch als Tor zum Hinterland, da es an der Staatsstraße SS 189 die von Agrigent nach Palermo liegt. In nur gut 1,5 Stunden erreicht man mit dem Auto die Hauptstadt der Region Sizilien. Der Bahnhof Aragona-Caldare liegt an der Zugstrecke Agrigent-Palermo. Darüber hinaus ist der Flughafen Fontanarossa in Catania in 1 Stunde 45 Minuten mit dem PKW zu erreichen. Die Fahrzeit zum Flughafen Falcone Borsellino in Palermo beträgt ca. 2 Stunden. Ab dem 10. Dezember 2023 gibt es von Agrigento eine direkte Zugverbindung zum Flughafen. Dieser Zug hält auch in Aragona-Caldare. Die Fahrzeit zwischen Aragona und dem Flughafen Palermo beträgt mit dem Zug nunmehr ohne Umstieg 2 Stunden 19 Minuten.

Werden Sie ein Teil von Furca Vò in Aragona!

Tauchen Sie ein in die faszinierende Vergangenheit von Furca Vò, wo kleine Gassen zwischen ursprünglichen Gebäuden Geschichten aus längst vergangenen Zeiten erzählen. Unser Ziel ist die Schaffung eines idyllischen Altstadtviertels inmitten der atemberaubenden sizilianischen Landschaft. Die renovierten Immobilien im Viertel Furca Vò sollen modernen Wohnkomfort bieten und gleichzeitig den traditionellen sizilianischen Stil bewahren. 163 Bauten hat das Viertel – sie sollen nun teils renoviert, teils ganz neu errichtet werden.

Bewahrung des Charakters und Klimafreundlichkeit: Das Altstadtviertels soll mit größter Sorgfalt renoviert werden, um den Charme und die Authentizität dieses Ortes zu bewahren. Das Projekt soll somit einen Kontrast zu den vielen seelenlosen Bauten der Neuzeit darstellen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf eine klimaneutrale und nachhaltige Bauweise gelegt.

Lebenswerte Umgebung: In den Erdgeschossen sollen Künstler, traditionelles Kunsthandwerk, Cafés, Restaurants und Geschäfte angesiedelt werden. Die typischen Innenhöfe sollen genutzt und öffentliche Plätze geschaffen werden. Ein Shuttle-Bus zum Bahnhof Aragona-Caldare soll das Viertel mit dem Zugnetz verbinden. Ausländer, die im Viertel Furca Vò eine Immobilie erwerben, haben die Möglichkeit, sich vor Ort von einer mehrsprachigen Dienstleistungsgesellschaft betreuen zu lassen. Diese steht den Immobilieneigentümern während der Erwerbs- und Bauphase, wie auch nach Fertigstellung mit Rat und Tat zur Seite, so dass vor Ort immer ein Ansprechpartner auch für im Alltag aufkommende Fragen zur Verfügung steht. Die Dienstleistungsgesellschaft kümmert sich unter anderem auch um die Reinigung, Instandhaltung und Vermietung der Objekte. Neuankömmlinge sind somit nicht auf sich allein gestellt. Es wird ihnen ermöglicht, sich in der neuen Umgebung gut zurechtzufinden. In Furca Vò soll ein internationales Umfeld geschaffen werden, das Menschen aus aller Welt willkommen heißt und dazu beiträgt, die Menschen so aufzunehmen, dass sie sich schnell zuhause zu fühlen.

Lokale Köstlichkeiten: In Aragona ist es möglich jeden Tag die kulinarischen Schätze Siziliens zu genießen. Gesundes Essen findet man direkt vor der Haustür, so dass sich Nachhaltigkeit und Genuss perfekt verbinden lassen. Aragona ist bekannt für seine köstliche Küche und seine gastfreundlichen Einwohner.

Was haben wir bisher getan:

An der Vorstellung des Projekts Revitapolis im April 2022 namen in Aragona neben dem Bürgermeister Giuseppe Pendolino, einem Professor des Lehrstuhls für Architektur der Universität Palermo auch Unternehmer aus Aragona sowie der Vorsitzende der Pro Loco, Rosario Pendolino, die Vertreterin des Gemeinderates Avvocato Maria Grazia Licata, der Architekt Vincenzo Spataro aus Cammarata sowie der Rechtsanwalt Salvatore Barba aus München in Deutschland, dessen Wurzeln in Aragona sind, teil.

In Aragona hat sich daraufhin auf Bitte des Bürgermeisters eine Gruppe von Fachleuten zu einem Runden Tisch zusammengefunden. Architekten, der Leiter des kommunalen Bauamts, Immobilienmakler, Marketingfachleute und Rechtsanwälte haben sich der Planung des Projekts bereits angenommen.

Machen Sie mit!

Kommen Sie nach Aragona: Der Schwefel-Export aus Aragona mag der Vergangenheit angehören, aber seine Auswirkungen auf die Geschichte und das Erbe der Region sind nach wie vor spürbar. Dieser Ort in der Provinz Agrigent auf Sizilien legt Zeugnis ab für die geleistete harte Arbeit, Innovation und die Bedeutung der lokalen Industrie in einer globalisierten Welt. Er hat es verdient, wiederbelebt zu werden.

Werden Sie Teil einer aufstrebenden, nachhaltigen Gemeinschaft von Menschen aus aller Welt und erleben Sie eine perfekte Mischung aus traditionellem Charme und modernem Leben.

Kontaktieren Sie unser Team hier, um mehr über diese einzigartige Gelegenheit zu erfahren. Wir unterstützen gerne Interessenten, wie z.B. Auswanderer, beim Bau oder Erwerb Ihrer Traumimmobilie. Selbstverständlich beraten wir auch potentielle Investoren, die nur auf ein reines Immobilieninvestment abzielen.